Start Aktivitäten Naturwissenschaften 6A Projekttage in den Hohen Tauern
6A Projekttage in den Hohen Tauern PDF Drucken E-Mail

thumb_6aJeder Tag, den wir im Defereggental verbracht haben, hatte einen strikten Ablauf:

nach allmorgendlichen Liegestützen und einem reichhaltigen Frühstück, arbeiteten wir den ganzen Tag ohne Pause durch. So wanderten wir zum Beispiel während der vier Tage länger als wir schliefen, lernten mehr, als wir uns merken konnten und mer­kten uns mehr als wir lernten.

Am ersten Tag, es war ein Montag, wurde unsere sonst so gute Klassengemeinschaft jäh zerrissen, da ein Teil baden ging, während der andere et­was über das Wetter lernte und eine Wettervorhersage vorbereitete. Das "Baden" im 12°C kalten Wasser wurde nur durch ein paar Vermessungs- und Jagdarbeiten ge­stört (Tiefe, Breite, Fließgeschwindigkeit des Baches und Einfangen und Untersu­chen von Wasserlebewesen).

Nicht, dass wir am Abend schlafen durften, nein, wir erklommen jeden Abend den steilen Hang zum Haus des Wassers, unserer Forschungsbasis, um zu folgenden Themen vorbereitete Power-Point-Präsentationen vorzuführen:

  • Nationalpark (allgemeine Aspekte; Näheres zum Nationalpark Hohe Tauern)
  • Gletscher (Entstehung, Gefährdung, Formung der Landschaft durch die Glet­scher)
  • Flora und Fauna der Alpen
  • Tourismus (Winter- und Sommertourismus)
  • Wetter und Klimaveränderung

Am zweiten Tag wanderten wir im Innergschlöß den Gletscherlehrweg entlang. Am höchsten Punkt angelangt, konnten wir den imposanten Anblick der Gletscher des Groß- und Kleinvenedigers sowie den fantastischen Ausblick ins Tal hinunter genie­ßen und die Naturschönheiten des Hochgebirges auf uns wirken lassen. Die zwei uns zugeteilten Ranger erzählten uns interessante Fakten über die Harmonie der Na­tur (Warnrufe der Murmeltiere, Wirkung diverser Giftpflanzen, Wiederansiedlung ver­schiedener Geierarten, etc. ), die Entstehung des Nationalparks sowie die alpinen Gesteine und die Geologie des Tauernfensters. Zu passenden Zeitpunkten hielten während der Wanderung auch einige SchülerInnen ihre vorbereiteten Referate.

Am dritten Tag waren unsere Ziele der Zirbenbestand an der Waldgrenze und ein verlandender See auf dem Hirschbichl. Während einer Rast erfuhren wir einige De­tails über Flechten, Moose, Moore und Zwergsträucher. Der Abstieg erfolgte über zwei Almen, wo wir auch Aspekte der alpinen Kultur und Lebensweise vermittelt be­kamen.

Den letzten Tag verbrachten wir mit den gleichen Aufgaben wie am ersten, doch die Gruppen wurden getauscht.

Anschließend machten wir uns für die Abreise bereit und freuten uns ganz und gar nicht auf den nächsten Tag, da wir einerseits diese wunderschöne Umgebung ver­lassen mussten und andererseits wussten, dass wir gleich um 8h15 in die eigene Welt der Mathematik eintauchen würden.

Mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen erinnern wir uns an die Highlights un­serer Projektwoche: A. sprang ins kalte Wasser eines Gebirgssees, C. wurde mit Mist beworfen, M. wurde von einem Einheimischen im Zusammenhang mit einer Allergie als Mädchen betrachtet (M. ist ein Junge) und die beiden Professorinnen waren entspannt und freundlich.

Im Namen unserer Klasse bedanken wir uns bei den Professorinnen Tschenett Eber­wein und Kytir und natürlich auch bei unserer Frau Direktorin dafür, dass sie uns die­se Bereicherung in unserem noch unerfahrenen Leben ermöglicht haben. Sehr gerne wären wir eine Woche in Osttirol geblieben!

Die Klasse 6A

 

 

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